Am 11. September können Besucher am "Tag des offenen Denkmals" alte Gebäude genauer kennenlernen - auch die Alte Kate in Oelixdorf Eingepackt in weiße Planen steht sie nun schon eine Weile mitten in Oelixdorf - die Alte Kate. Doch was genau passiert unter der Plastikabdeckung? Beim diesjährigen "Tag des offenen Denkmals" am Sonntag, 11. September, können sich interessierte Besucher selbst ein Bild davon machen. Unter dem Motto "Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert" öffnen in ganz Deutschland an diesem Tag Denkmäler - elf davon im Kreis Steinburg.
"Das 19. Jahrhundert ist bauhistorisch besonders interessant, da sich in der Zeit politisch, wirtschaftlich und technisch viel gewandelt hat, was sich auch in den damaligen Baustilen widerspiegelt", erklärt Beate von Malottky von der Steinburger Denkmalschutzbehörde.
Die Alte Kate in Oelixdorf ist sogar noch älter. "Gebaut wurde sie 1671", weiß Walter Broocks, Vorsitzender des Fördervereins "Alte Kate Oelixdorf". Im 19. Jahrhundert, genauer 1860 sei die alte Fachwerkscheune dann um- und ausgebaut worden. Zwei Wohnungen kamen hinzu. Der hintere Teil des Gebäudes blieb als Wirtschaftsbereich bestehen. Inzwischen hat der Förderverein das denkmalgeschützte Gebäude erworben und ist dabei, es zu restaurieren.
"Wir zeigen gern Gebäude in der Bauphase", sagt Beate von Malottky. "So können die Besucher einmal sehen, was alles dazu gehört, um ein Denkmal in Stand zu setzen." Das eine ganze Menge Arbeit drin steckt, davon können sich die Besucher auch in der "Alten Kate" überzeugen. Und die Mitglieder des Fördervereins legen selbst Hand mit an. Dabei haben sie die "Alte Kate" richtig gut kennen gelernt. "Die Dachkonstruktion da oben", sagt Walter Broocks und deutet auf die Holzverstrebungen, auf denen das Reet liegt, "sind alte Stöcker von einem Zaun. Die wurden einfach wiederverwertet." Auch zwei alte Alkoven (Bettnieschen) und Herdstellen mit Rauchfang sind in dem alten Gemäuer zu sehen. "Die Kate ist etwas besonderes, denn sie zeigt, wie große Teile der Bevölkerung damals gelebt haben. Es gibt inzwischen nicht mehr viele solcher gut erhaltener Wohnungen", so von Malottky.
Die Alte Kate in Oelixdorf hat am Tag des offenen Denkmals von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Mitglieder des Fördervereins stehen bei Fragen und für sachkundige bauhistorische Führungen zur Verfügung.
Viele der geöffneten Denkmäler sind normalerweise nicht für Besucher zugänglich. Auch in Glückstadt öffnen zahlreiche Kulturschätze ihre Pforten. So beispielsweise das "Alte Gießhaus" in der Königstraße, ehemals Druckerei Rautenberg. Von 13 bis 17 Uhr kann das Haus mit der ehemaligen Gefängniskapelle besichtigt werden. Auf Wunsch gibt es dort auch Führungen.
unter www.tag-des-offenen-denkmals.de
Quelle : Norddeutsche Rundschau
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